HASH(0xf45a38)Content-Type: text/html Johannes Hermanns - Diplombetriebswirt in Aachen
 
 



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Steuerfreigrenzen für Abfindung bei Verlust des Arbeitsplatzes

BetriebszugehörigkeitAlterAbfindung, steuerfrei
ohne Bedeutungohne Bedeutung7.200 €
mindestens 15 Jahrenach Vollendung des 50. Lj9.000 €
mindestens 20 Jahrenach Vollendung des 55. Lj11.000 €

Die Steuerfreiheit setzt voraus, dass die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ursächlich vom Arbeitgeber "veranlaßt" wurde. Unerheblich ist, wer letztlich die Kündigung ausgesprochen hat oder ob es zu einem Aufhebungsvertrag gekommen ist.

Abfindungen, die aufgrund eines Gerichtsurteils oder eines Prozessvergleichs gezahlt werden, bleiben in den o.a. Höchstgrenzen ebenfalls steuerfrei. Übersteigende Beträge sind lohnsteuerpflichtig (eventuell ermäßigte Lohnsteuer).

Abfindungen sind kein beitragspflichtiges Arbeitsentgelt. Daher sind keine Sozialabgaben (RV, AV, KV, PV) zu entrichten.

Abfindungen sind unter bestimmten Voraussetzungen auf das Arbeitslosengeld anzurechnen.

Steuerpflicht ab 1.1.2006

Abfindungen sind nach den o. a. Merkmalen ab 1. Januar 2006 nur noch steuerfrei, wenn die Ansprüche bis zum 31.12.2005 entstanden sind und dem Arbeitnehmer vor dem 1. Januar 2008 zufliessen. Danach sind Abfindungen steuerpflichtig (aber weiterhin sozialversicherungsfrei).

Die Übergangsregelung gilt

- für Abfindungen, die wegen einer vor dem 1.1.2006 getroffenen Gerichtsentscheidung gezahlt werden

- für Fälle, die am 31.12.2005 bei Gericht anhängig, aber noch nicht entschieden sind

- für vor dem 1.1.2006 entstandene ansprüche des Arbeitnehmers auf eine Abfindung. Der Anspruch ist dann entstanden, wenn er z. B. auf einzelvertraglichen Vereinbarungen oder auf einer Kündigung beruht. Gesetzliche Ansprüche nach § 1 a des Kündigungsschutzgesetzes sind damit von der Ausnahmeregelung ebenfalls erfaßt.

Johannes Hermanns